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  • Das Jugendhaus Reinach wird vollumfänglich durch die politische Gemeinde betrieben.

 

  • Dem Jugendhaus steht eine Betriebskommission vor. Mitglieder sind zur Zeit:

  • Eva Eusebio                 CVP                       Präsidentin

  • René Fankhauser          Fachperson             Vizepräsident

  • Eva Chappuis               Gemeinderätin SP

  • Claudina Reiss              SP

  • Léonie Laukemann       Impuls        

  • Maja Grauwiler            Kirche

  • Peter Stengle                Leiter soziale Dienste

  • Noëmi & Vanessa        Vertreterin der BesucherInnen

  • Muhammed                  Vertreter der BesucherInnen

  • Jugendhausteam            mit beratender Stimme

  • Das Jugendhausreglement legt die Kompetenzen von Kommission, Leitungsteam und BenützerInnen fest.

  • Das  Jugendhaus ist dem Departement Schule, Jugend und Freizeit zugeteilt. Das Jugendhausteam ist den sozialen Diensten unterstellt.

  • Das Jugendhaus wird von einem ausgebildeten Fachteam geleitet. Das Arbeitspensum beträgt 200 Stellenprozent, aufgeteilt auf vier 50% Stellen. Zusätzlich steht eine 75% Praktikumsstelle zur Verfügung.

Auszüge aus dem Reglement:

§1 Ziel und Zweck

1 Das Jugendhaus will den Jugendlichen bei der Suche nach der eigenen Identität helfen, indem es ihnen ermöglicht, neue Verhaltens- weisen zu erproben, und Hilfen und Angebote für eine erlebte Freizeit vermittelt. Es will damit einen Beitrag leisten zur Entwicklung der Persönlichkeit und damit den Jugendlichen helfen, sich später selbstbewusst und kritisch in der Gesellschaft zurecht zu finden.

2 Im Jugendhaus sollen die Jugendlichen lernen, ihre Rechte und Pflichten zu erkennen und ihr eigenes Handeln zu verantworten, indem sie hier als Betroffene weitgehend eigenes Handeln üben können und sich nicht als fremdbestimmt und verwaltet erfahren.

3 Im Jugendhaus soll eine Atmosphäre angestrebt werden, wo Jugendliche verschiedenster Herkunft einander begegnen können.

 

 

 Aus der Kommission:

Geschäftsbericht 2000 / Jugendhaus "Palais Noir"

Nach wie vor erfreut sich das Jugendhaus grosser Nachfrage. Täglich wird es von einer beträchtlichen Anzahl Jugendlicher frequentiert. Für viele junge Menschen ist das Jugendhaus der Ort, wo sie am liebsten ihre ganze Freizeit verbringen, ihre Freunde treffen, Billard spielen oder ihr Geschick am Töggelikasten erproben würden.

Oft dauert die Ablösungsphase der Jugendlichen ziemlich lange. Einige der älteren BesucherInnen benötigen weiterhin die Infrastruktur und/oder die Beziehung zu den Sozialarbeitern, auch wenn sie nicht mehr zum Zielpublikum gehören. Sie brauchen zum Teil Einzelfallhilfe oder langzeitige Begleitung und Unterstützung in beruflicher oder auch rechtlicher Hinsicht. Dennoch hat auch im Verlauf des vergangenen Jahres wieder eine Art Generationenwechsel stattgefunden. Für die bemerkenswert grosse Toleranz der älteren gegenüber den neuen und jungen Gesichtern, aber auch für ihr Verständnis betreffend Einschränkungen wegen Kids-Discos etc. gehört ihnen ein dickes Kompliment.

Für Neue führt der Weg ins Jugendhaus hauptsächlich über den Mädchentag, der rege genutzt wird und speziell gedacht ist für junge Frauen ab 13 Jahren, die monatlichen Kids-Discos für 13 bis 16 Jährige, die sich grosser Beliebtheit erfreut, oder übers Mitarbeiten in der Disco-Gruppe. Durch eine Stärkung der Disco-Gruppe erhoffen sich die Sozialarbeiter eine weitere Verjüngung des Stammpublikums.

Die gegenwärtige Besucherschaft des Jugendhauses kann in folgende Gruppen unterschieden werden:

-      bisherige StammbesucherInnen

-      Montags-Breakdancers

-      Mädchentag-Besucherinnen

-      Discogruppe

-      ehemalige ältere BesucherInnen

Hausregeln wie das Alkohol- und Kiff-Verbot werden von den meisten Benützern anstandslos akzeptiert. Ein Nichteinhalten dieser Regeln hätte ein Hausverbot zur Folge und die wenigsten möchten sich um den Spass bringen, ihre Freizeit im Palais Noir zu verbringen.

Die Sachhilfe-Ecke, die seit 1997 besteht, wird laufend aktualisiert und oft und intensiv in Anspruch genommen. Hier reicht das Angebot von Themen wie Arbeit, Sexualität, Drogen, Aids bis hin zu Recht oder Finanzen etc. Es liegt ein aktuelles Lehrstellenverzeichnis auf und zur Beantwortung von Stelleninseraten oder für die Erledigung anderer Büro- und Schreibarbeiten stehen Computer, Fax oder Internet zur Verfügung und die Sozialarbeiter stehen mit Rat und Tat zur Seite. Das Ausleihangebot (Dokumentationen, Werkzeug, Bücher, Comics und vor allem Velos) wird rege genutzt. Die jüngeren BesucherInnen haben ein Interesse an Fotografie und an der Benützung des hausinternen schwarz-weiss Fotolabors.

Die autonomen Zeiten sind wieder ein Bestandteil des Betriebes geworden. Jeweils drei Jugendliche übernehmen gemeinsam während eines Abends die Verantwortung für das Haus, die Einhaltung der üblichen Hausregeln und die Reinigung. Sie unterschreiben dazu einen Vertrag, der alle Details regelt. Ein Teammitglied übernimmt während den autonomen Öffnungszeiten den Pikettdienst.

Seit einiger Zeit wird das Jugendhaus sporadisch auch tagsüber genutzt, z.B. von Pfarrern der Gemeinde, die das Haus für einen Teil ihres Konfirmanten-Unterrichtes belegen. Bleibt noch die externe Nutzung des Hauses und des Geländes in Form der offiziellen Jungbürger-Feier zu erwähnen.

Das alljährliche Palais z’Morge wurde von gut fünfzig BesucherInnen aus Politik, Nachbarschaft, Elternschaft, Interessierten und Jugendlichen bei schönstem Wetter genossen.

Nach fünfjähriger gemeinsamer Arbeit haben sich die Betreuer stetig und sicher zu einem effizienten und professionellen Team gemausert, welches der Jugendhauskommission einmal mehr erlaubt, auf ein sehr erfreuliches Jahr zurückzublicken. Vielen Dank.

Für die Jugendhauskommission

Margrit Brügger, Präsidentin

 

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